Heidelberg Nationales Centrum für Tumorerkrankungen

  • Jahr: 2005
  • Ergebnis: 3. Preis

Die Entwurfskonzeption vermittelt zwischen den beiden aktuellen gesundheitspolitischen Forderungen nach inhaltlicher Transparenz und Schutz der Persönlichkeit des Kranken.
Die Basis bildet das rationale Raster einer von allen Seiten einsehbaren Laborlandschaft, die sowohl inhaltlich wie funktional Fundament und Grundlage für die klinischen Bereiche Beratung, Diagnose und Therapie darstellt.
Die architektonische Antwort darauf ist die Höhe des Gebäudes und seine Konzentrizität um den Innenhof. Gleichzeitig vermittelt die transparent gehaltene Hülle den Eindruck, dass die Patienten Teil der Umwelt und der Gesellschaft sind und wirkt somit einer Ausgrenzung entgegen.
Das Gebäude zeigt auf den ersten Blick nicht sein gesamtes Volumen, vielmehr erhebt es sich aus dem Gelände wie ein Eisberg aus dem Wasser und wirkt dank seiner Leichtigkeit einladend, weckt Vertrauen und Interesse. Während das Gartengeschoss teppichähnlich Ver- und Entsorgung überdeckt, scheinen die kreisförmigen Obergeschosse mit ihren interdisziplinären Therapie-, Beratungs- und Tagesklinik-Funktionen darüber zu schweben.
Das NCT hebt sich durch seine Sprache bewusst von der vorhandenen rechteckigen und funktionalen Architektur des Uni-Campuses ab, präsentiert sich zukunftsweisend und innovativ.